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24.01.2020
Windpark mit Vorbildfunktion

Wernberg-Köblitz (Der Neue Tag - 24.01.2020)

Die 10-H-Regelung, die den Abstand eines Windrads zur Bebauung festlegt, steht der Energiewende oftmals im Weg. Denn es ist gar nicht so leicht, einen Platz für die etwa 200 Meter hohen Energielieferanten zu finden, der alle nötigen (Abstands-)Kriterien erfüllt. Der Markt Wernberg-Köblitz hat diese Problematik eine eigene, kommunale Bauleitplanung entgegengesetzt und somit den Windpark Feistelberg ermöglicht, der drei Windräder in Betrieb hat. Sie liefern je 3600 Kilowatt Strom.

Die nächste Bebauung liegt etwa 900 Meter entfernt. Wäre die 10-H-Regelung in Kraft, müssten es aber etwa 2000 Meter sein, also das zehnfache der Höhe eines Windrades. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zeigt sich beim Ortstermin beeindruckt: "Ein Vorzeigemodell für ganz Bayern."

Aiwanger will's wissen

Deswegen wollte es Aiwanger ganz genau wissen: Wie sind die Windräder aufgebaut? Inwiefern nimmt die Windrichtung Einfluss auf die Lautstärke? Besteht erhöhte Gefahr für Vögel oder Fledermäuse? Toni Frank von der Firma Voltgrün, die den Windpark geplant hatte, erklärte, dass die Einhaltung des Artenschutzes ein festes Kriterium sei. Ein Storch und vermutlich auch schon kleinere Vögel seien Opfer der Windräder geworden, durch Schutzmaßnahmen halte sich die Zahl aber in Grenzen. Einer der Bürger fragte, wie es um den Brandschutz stehe. "Brennt dann der ganze Wald ab?" Auch dafür hatte Frank eine Antwort parat, die den Bürger zufrieden stellte: "Die Feuerwehr würde direkt verständigt werden und das Windrad kontrolliert abbrennen."

Keine Änderung der 10-H-Regel

Die 10-H-Regelung zu ändern, sei nicht in Aussicht, sagt Aiwanger. Sein Wunsch wäre es aber, dass die Gemeinden die kommunale Planung in Anspruch nehmen. Eine finanzielle Entschädigung in Form eines Windbürgergelds hält er nicht für die Lösung.

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