12.07.2019
„Schmaler“ Süd-Ost-Link noch nicht sicher

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stellt Energiepläne der Staatsregierung vor – Kritik der Opposition

München (Der Neue Tag - 12.07.2019)

 

Der Einsatz der flächensparenden 525kV-Technologie beim Bau des Süd-Ost-Links durch Oberfranken und die Oberpfalz ist doch noch nicht in trockenen Tüchern. Im Wirtschaftsausschuss des Landtags betonte Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), dass die entsprechenden mit der Bundesregierung abgestimmten Pläne noch der Zustimmung der Bundesnetzagentur bedürften. Er relativierte damit Aussagen nach einem Kabinettsbeschluss von Anfang Juni.

Wegen des schlüssigen Konzepts rechne er aber damit, dass die Agentur den Trassenkompromiss von Bund und betroffenen Ländern billigen werde. Dieser sieht vor, dass die Kapazität des „Süd-Ost-Links auf gleicher Fläche erhöht wird, um auf den Neubau anderer Leitungen verzichten zu können.

Aiwanger versprach, dass die Stromversorgung in Bayern auch nach dem Atomausstieg 2022 nicht in Gefahr sei. Man habe mit dem Bund Maßnahmen vereinbart, um den Strombedarf zunächst bis mindestens 2030 zu decken. Damit gehe an die Industrie im Freistaat das klare Signal: „Ihr könnt auch nach dem Atomausstieg alle da bleiben.“ Zudem würden laut Aiwanger alle Anstrengungen unternommen, den Strom in Bayern bezahlbar zu halten. Er bekräftigte auch die Pläne der Staatsregierung zum Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem von Photovoltaik. In Abstimmung mit den Kommunen möchte Aiwanger auch der Windkraft trotz 10H-Abstandsregel zu neuem Schwung verhelfen. Dass in Bayern nur ein Windrad pro Jahr gebaut werde, sei zu wenig.

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