05.06.2019
Schmälere Trassen für den Süd-Ost-Link

Die Staatsregierung bekennt sich nun doch zum Bau der neuen Gleichstromtrasse Süd-Ost-Link. Mit einer neuen Technologie seien deutliche Verbesserungen erreicht worden, sagt der Wirtschaftsminister. Und gibt weitere Zusagen ab.

München (Der Neue Tag - 05.06.2019)

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) haben am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München Klartext geredet. "Bayern bekennt sich zur Notwendigkeit der Trassen", sagte Söder.

Bei den Verhandlungen mit dem Bund habe man aber weitere Verbesserungen im Sinne der vom unterirdischen Trassenverlauf betroffenen Anwohner und Landwirte erreichen können, ergänzte Aiwanger. Nicht gebaut werden muss deshalb unter anderem die überirdische Entlastungsleitung P44 von Thüringen nach Unterfranken. Mit weniger neuen Trassen und mehr Erdkabeln entstehe ein insgesamt deutlich leistungsfähigeres Netz, erklärte Aiwanger. Beim Süd-Ost-Link kommt nun nach Angaben des Ministers die innovative 525-kV-Kabeltechnologie zum Einsatz. Damit sei das ursprünglich geplante, flächenverbrauchende Verlegen von Leerrohren für eine spätere Aufstockung der Transportkapazität vom Tisch. "Wir erreichen mehr Leistung bei schmälerer Trasse", betonte Aiwanger. Zudem sei man in weiteren Gesprächen mit dem Bund, um die Stromtrasse "so weit wie möglich entlang der Autobahn A 93 zu bündeln". Nicht locker lassen will Aiwanger zudem bei der teilweisen Erdverkabelung für den Ersatzneubau des bestehenden Ostbayernrings. Hier poche er auf "Entschärfung neuralgischer Punkte". Konkret nannte Aiwanger den Bereich Neuensorg im Landkreis Kulmbach und die Region Schwandorf. Auch hier müssten die Leitungen unter die Erde.

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